Und noch ein Artikel zu unserer feierlichen Schlüsselübergabe aus dem Weser Kurier vom 10.5.2012
Viele Interessierte, Schaulustige und Erbsenfreunde kamen am Samstag zu in die Plantage 9, um mit uns einen schönen Tag zu verbringen, interessante Gespräche zu führen und zu gucken was hier so passiert. Es gab viel zu entdecken: Lichtinstallaionen, Malerei, Bildhauerei, Mode, offene Ateliers mit offenen Künstlern, Mit-Mach-Aktionen für Kinder und Erwachsene, ein Erbsen-Gewinn-Spiel, gute Stimmung, leise Töne, lauter Leute, grüne Pfeile und wunderbare musikalische Unterhaltung. Vielen Dank noch einmal allen Musikern, die am Abend gespielt haben! Ihr habt unser Fest sehr bereichert! Danke an den Musikszene Bremen e.V., der uns durch einen Aufruf tolle Bands wie “Ohne Zusatzstoffe” und “Upper Mission” vermitteln konnte. Sehr herzlich danken wir dem Beirat Findorff für seine unkomplizierte Unterstützung, diesen Tag zu realisieren. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal! Vielleicht gibt es auch in diesem Jahr ein Sommerfest. Es bleibt spannend…
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Die Schlüsselübergabe an uns im Bremer Anzeiger.
Als pdf hier zum lesen: Plantage 9, Schlüsselübergabe, Bremer Anzeiger, 29.04.12
Mit Ansprachen von der Wirtschaftsförderung Bremen und der ZwischenZeitZentrale, und mit grünen Keksen des Vereins Plantage 9.
am ersten samstag im mai von 14:00 uhr bis open end bieten wir offene workshops für kinder und erwachsene, performance, essen, trinken und musik in der plantage 9, findorff .
Programm
14:00
die Türen von Ateliers öffnen sich
14:00 bis 16:00
Betonwerkstatt mit Mitmachaktion zusammen mit Elke Jungbluth
(draussen im Hinterhof)
14:00 und 15:00
Industrieklettern mit Moderation
mit Josha von Hofe (draussen im Hinterhof)
14:00 bis 16:00
Verewigen in Ton – Mitmachaktion
mit Caroline Schwarz (draussen im Hinterhof)
15:00 – 17:00
Steinbilderhauerei mit Alabasterstein für Kinder und Erwachsene
mit Klaus Ritzenhoff (draussen im Hinterhof)
17:00
Shirt Kollektion “Balance Challenge” von Isa Griese
mit Irene Joa und Derek Maria Francesco Di Fabio
(obere Flurmitte)
ab 18:00
“Ohne Zusatzstoffe”
Jan, Patrick und Carolin covern Songs von eher unbekannteren Bands auf ihre eigene akustische Art und Weise.
19:00
Mira und Hannah: Gitarre, Geige und Gesang
20:30
Upper Mission
eine Multikulti-Band, die eigene und selbst arrangierte Songs aus den Musikrichtungen Reggae, Pop, Soul und Rock spielt und die bei uns ihre Open-Air-Saison eröffnen
Juhu!! Plantage 9 dankt dem Überseemuseum für ein paar wunderschöne Vitrinen – endlich Raum und angemessener Präsentationsfläche für dreidimensionale Artefakte!
Und nicht vergessen, die Ausstellung „Vodou – Kunst und Kult aus Haiti“ läuft nur noch bis zum 29. April. Sehenswert!!
auch wenn es immer noch Winter ist geht es jetzt wieder los.
Morgen, Mittwoch 1. Februar 2012, öffnet die Veganbar wieder.
Dann mit folgenden Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr.
12:00 bis 16:00 Uhr
in der Plantage 9
Sa.
9:00 bis 13:30 Uhr
auf dem ÖkoMarkt im Steintor
Auch das Angebot ist erweitert. Nun gibt es fantastische Falafel neben lecker Pommes, Whöner, Crêpe, Torte, Brownies, Tee, Kaffee und Erfrischungsgetränken.
Weitere Infos auch hier: www.facebook.de/veganbar
Die Mietparteien der Plantage 9 gründen Verein und verlängern die Zwischennutzung um drei Jahre
Mindestens für die kommenden drei Jahre haben die dreißig Mieterinnen und Mieter der Plantage 9 ein sicheres Dach über dem Kopf. So lange wird die Wirtschaftsförderung Bremen (WfB) ihren Pachtvertrag für die Zwischennutzung der ehemaligen Gewerbeimmobilie verlängern. Gleichzeitig hat sich das Projekt der “ZwischenZeitZentrale Bremen” (ZZZ) gerade verselbständigt: Die Hausgemeinschaft hat einen Verein gegründet und übernimmt von nun an eigenverantwortlich die Rolle als Vertragspartner der WfB.
Von AnKe Velten Findorff-Bürgerweide.
“Es geht weiter”, sagt Daniel Schnier von der ZZZ, die sich von nun an als Ex-Vermieter der Hausgemeinschaft betrachten kann, “und das ist ein großes Glück.” Planbar war es nicht. Im Frühjahr 2010 mietete das “Autonome Architektur Atelier” von Daniel Schnier und Oliver Hasemann das leerstehende Gewerbegebäude von der Stadt Bremen für einen symbolischen Preis und eine Gnadenfrist. Die Stadt hatte sich das Grundstück samt Gebäude gesichert, nachdem die Firma Domeyer in die Überseestadt gezogen war. Geplant ist, dass es irgendwann abgerissen werden soll. Dann soll der Weg freigemacht werden für eine Verbindungsstraße zwischen der Plantage und der Admiralstraße. Bis zu diesem noch unbestimmten Zeitpunkt kann das Gebäude, das sich in einem guten baulichen Zustand befindet, sehr gut zwischengenutzt werden, fand man bei der ZZZ.
Gute Arbeitsbedingungen
Die ansässigen Künstler, Designer, Fotografen, Studierenden und Gewerbetreibenden finden dort gute Arbeitsbedingungen zu einem bezahlbaren Preis. Mit der “Vegan-Bar” kann die Plantage 9 mit einem Vorzeigeunternehmen auftrumpfen, das inzwischen einen bundesweiten Bekanntheitsgrad hat, und von der Tierschutzorganisation Peta im vergangenen Jahr mit einem Preis belohnt wurde. Der ökologische Imbiss gehöre inzwischen sogar zum Programm auswärtiger Stadtbesucher, weiß Daniel Schnier zu berichten.
Ein Grund für solche Erfolge sei die Tatsache, dass sich dort eine echte Hausgemeinschaft gebildet habe. “Es ist eine gute Mischung, in der sich die Einzelnen mit ihren unterschiedlichen Talenten gegenseitig unterstützen”, sagt Daniel Schnier. Konkret anschaulich wird das zum Beispiel in der Hausbroschüre und in den professionell gestalteten Webseiten, die von den Designern und Fotografen des Hauses für die Gemeinschaft erstellt wurden.
Maßgeblich sei aber auch das Wohlwollen, mit dem die Stadt die vitalisierende Hausbesetzung begleite und unterstütze. Die “ZwischenZeitZentrale” wurde als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ins Leben gerufen. Im Auftrag der Stadt fungiert die ZZZ als Vermittler zwischen den leerstehenden städtischen Gebäuden und den potenziellen Nutzern. Der Bedarf lässt sich in Zahlen ausdrücken: “Etwa 400 Raumsuchende stehen bei der ZZZ auf der Warteliste, von Künstlern, die Ateliers suchen über Gewerbetreibende, die Lager- oder Produktionsräume benötigen bis zu Bildungsträgern, die darin Projekte anbieten möchten”, berichtet Daniel Schnier. Mit dem Bausenator, dem Wirtschaftssenator und der Finanzsenatorin stehen gleich drei Bremer Ressorts hinter dem Vorhaben, leerstehende Immobilien für solche Projekte zur Verfügung zu stellen. “Ohne diese Unterstützung geht so etwas nicht”, betont der Architekt.
Auch an der Plantage ist das Interesse groß: “Das Haus ist seit langem voll vermietet, und die Nachfrage so hoch, dass die Räume doppelt und dreifach gefüllt werden könnten”, weiß Daniel Schnier. Dass hier kurzfristig Platz frei wird, sei allerdings unwahrscheinlich, denn es gebe kaum Fluktuation. Die beiden Unternehmen, die das Gebäude inzwischen verlassen haben, gingen mit den besten Gründen: “Sie waren so erfolgreich, dass sie größere Räume brauchten.”
Alle Informationen über die Plantage 9 und Kontakt zu den ansässigen Nutzern im Internet unter www.plantage9.de. Informationen über die “ZwischenZeitZentrale” Bremen, ihre Geschichte und die übrigen Bremer Projekte gibt es im Internet unter www.zzz-bremen.de.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: West Seite: 3 Datum: 05.01.2012
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